18.03.2011
„Wir sind einen Schritt weiter gekommen“, fasste die stellvertretende Vorsitzende der SPD Eberstadt, Katrin Kosub, das erste Gespräch des Runden Tischs Gewaltprävention in Eberstadt am Donnerstag (17.) zusammen. Die Eberstädter SPD hatte sich mit Bürgern, Vertretern des Kommunalen Präventionsrats Darmstadt und der Initiative Nachtwanderer getroffen, um die Situation nach den jüngsten Gewaltvorfällen an der Modaupromenade zu beraten. Die Runde diskutierte, wie der zunehmenden Gewaltbereitschaft und dem Vandalismus von Jugendlichen in der Eberstädter Stadtteilmitte begegnet werden kann. Es wurde als sinnvoll erachtet, an bereits bestehende Strukturen der Präventionsarbeit in Eberstadt-Süd anzuknüpfen und diese auszuweiten. Vorgeschlagen wird, in die Arbeit der AG Vandalismus der Stadtteilrunde Eberstadt-Süd auch den Bereich Modaupromenade einzubeziehen und den Kreis der Beteiligten unter anderem um Schulleiter, Elternbeiräte und Sozialarbeiter aus Eberstadt zu verbreitern. Auch interessierte Bürger und Vertreter der Parteien sollten an der Arbeit beteiligt werden.
Bei der Diskussion über die Ursachen wurde deutlich, dass es einen Zusammenhang von Alkoholkonsum und Gewaltbereitschaft gibt. Die betroffenen Bewohner und SPD-Stadtrat Gerhard Busch konnten berichten, dass gerade an Wochenenden vermehrt Alkohol, vor allem Spirituosen, in dem Supermarkt in der Nähe der Modaupromenade verkauft und direkt vor Ort konsumiert wird. Busch konnte berichten: „Die Jugendlichen erwerben dort literweise Schnaps. Wir werden zusammen mit der Marktleitung beraten, wie wir diesem überbordenden Alkoholkonsum begegnen können.“
Die Runde machte deutlich, dass neben der Präventionsarbeit auch die Präsenz der Polizei in Eberstadt verstärkt werden müsse. „Straftaten müssen von der Polizei verfolgt werden und möglichst zeitnah geahndet werde, da gibt es kein Vertun“, machte der Stadtverordnete Peter Schüttler deutlich. Die SPD fordert schon seit langem einen zweiten Kontaktbeamten für Eberstadt. „Wir verlangen, dass die Polizeistation wieder von Pfungstadt nach Eberstadt zurückverlegt wird und die Polizei auch nachts in Eberstadt erreichbar ist.“, so Kosub. Sie führte aus: „Polizeipräsenz lässt sich nicht durch einen freiwilligen Polizeidienst ersetzen, so wie ihn die CDU fordert. Wir wollen keine Bürger als Hilfspolizisten, sondern eine gut ausgestattete Polizei.“